Dr. Reiner Moritz

Dokumentarfilmregisseur

Reiner Moritz ist in Deutschland hauptsächlich durch die zehn Jahre andauernde Sendung der „Tausend Meisterwerke“ in der ARD bekannt geworden.

Er studierte in Göttingen und München, wo er 1969 in Germanistik promovierte. Nach 10 Jahren leitender Stellung in der Kirchgruppe gründete er verschiedene Produktions- und Vertriebsfirmen, zuletzt die RM Creative in München und seine Vertriebsfirma Poorhouse International in London.

Zu seinen internationalen Koproduktions- und Vertriebserfolgen gehören David Attenboroughs „Life on Earth“, Robert Hughes´ „Shock of the New“, Margot Fonteyns „Magic of Dance“ und Peter Brooks „Mahabharata“.

Als Regisseur trat er erstmals mit einem Portrait von Giorgio de Chirico für das französische Fernsehen in Erscheinung. Es folgten für das ZDF Portraits von Karl Böhm, Wolfgang Sawallisch und Zubin Mehta und ein Otto Dix für den SWR.

Neben seiner Tätigkeit als Geschäftsführer der RM Arts in München erschien 1982 im Droemer-Knauer-Verlag sein einbändiges Musiklexikon.

Weitere Beschäftigung mit bildender Kunst und Musik führte zu Portraits über Pierre Soulages für Canal+, „Fünf Deutsche Realisten“ für die ARD, Les Arts Florissants für France Télévisions und Hermann Hesse für eine Literaturreihe des französischen Fernsehens.

In Koproduktion mit der BBC entstand eine Aufzeichnung der zehn Beethoven Violinsonaten mit Anne Sofie Mutter und Orkis Lambert. Dazu die Dokumentation „Anne Sofie Mutter – Mit Beethoven leben“. Neben zahlreichen anderen Dokumentationen widmete sich Reiner Moritz in letzter Zeit hauptsächlich der Musik. Für die BBC und mehrere Europäische Sender entstand das erste Portrait der Pianistin Hélène Grimaud „Mit Wölfen leben“. Es folgten Anne Sofie von Otter (ARTE), Rafael Kubelik (BR), Matti Salminen (YLE), Jean-Philippe Rameau (France Télévisions/BR) und Lin Hwai-min (BR). Neben mehreren sogenannten „extra features“ für Opern und Ballette auf DVD realisierte Reiner Moritz mit „Music in the Air“ und „Dance on Screen“ zwei Dokumentationen für das Internationale Musik + Medien Zentrum, Wien, die zum Spendensammeln für diese Institution gedacht waren, bei Arthaus Musik auf DVD erschienen und in zwanzig Ländern ausgestrahlt wurden.

Zum 40. Todestag des großen russischen Komponisten Dmitry Schostakowitsch entstand „Ein Mann mit vielen Gesichtern“, gefolgt von einem Portrait des Dirigenten Philippe Jordan für ORF/RSI und Arthaus. Zur Zeit arbeitet Reiner Moritz an einem großen Film über Pierre Boulez.

Auszeichnungen:

  • Ritter des Ordre des Arts et Lettres, 1989
  • Tribute im Museum of Broadcasting, New York, 1990
  • Bundesverdienstkreuz, 1992
  • Retrospektive beim Montreal Festival of Films on Art, 1992